Gemeinnützigkeit im Jugendaustausch des AJA hat eine lange Tradition

Politische Bildung als Entstehungsgrund der gemeinnützigen Jugendaustauschorganisationen des AJA

Für die Mitglieder des Dachverbandes AJA – Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen, ist die politische Bildung junger Menschen selbstverständlich. Denn es waren politische und geschichtliche Ereignisse, die zur Entstehung der gemeinnützigen Jugendaustauschorganisationen geführt haben.

Many hands together: group of people joining handsIhre Geschichte reicht weit zurück, zum Teil noch vor dem Zweiten Weltkrieg. So waren es beispielsweise engagierte Bürger, die im Rahmen von internationalen Jugendtreffen bemerkten, dass die Teilnehmenden sich in ihren nationalen Gruppen isolierten. Um dies künftig entgegenzuwirken, entstand die Idee, Studienreisen zu organisieren und die jungen Menschen in Familien im jeweiligen Land unterzubringen. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges hatten etwa Veteranen beschlossen, Jugendaustauschprogramme ins Leben zu rufen, um den Frieden in der Welt zu sichern. Und auch andere Organisationen und engangierte Bürger sahen jetzt eine Notwendigkeit, sich für die Völkerverständigung einzusetzen, die Friedenserziehung zu fördern und ein Demokratieverständnis bei jungen Menschen aufzubauen.

Gemeinnütziger Jugendaustausch als Friedensvermittler

Dies wollte man durch persönliche, langfristige Begegnungen erreichen, indem man junge Menschen in ein anderes Land entsendete, die dort für eine längere Zeit in Gastfamilien wohnten. Gleichzeitig nahm man junge Menschen aus dem Ausland in deutsche Gastfamilien auf. Zunächst fand dieser Austausch vorrangig mit den Vereinigten Staaten von Amerika statt. Dies weitete man bald auch auf andere Länder aus.

Nach dem Kalten Krieg etwa, baute man vor allem zu den Menschen aus Ost- und Südosteuropa eine besondere Verbindung auf, um so die neue europäische Identität fördern. Auch heute noch sind die Mitglieder des AJA die einzigen Jugendaustauschorganisationen, die mit Ländern in Ost- und Südosteuropa langfristige Jugendaustauschprogramme durchführen.

Inzwischen engagieren sich die gemeinnützigen Organisationen mit ihrem Jugendaustausch in über 60 Ländern auf allen Kontinenten der Welt.