BAföG-Reform

BAföG-Reform ohne Änderungen am Schüler-Auslands-BAföG beschlossen

Im Bundestag wurde am 13.Juni 2024 die BAföG-Reform beschlossen. Das 29. BAföG-Änderungsgesetz erhält viele wichtige Änderungen für Studierende in Deutschland. So wurden die Beitragssätze und Freibeiträge der Eltern und Mietzuschläge erhöht, eine Studienstartfinanzhilfe sowie ein Flexisemester eingeführt. Am Schüler-Auslands-BAFÖG gab es leider keine Änderungen.

Jedes Jahr gehen rund 1.800 Schülerinnen und Schüler mit dem Auslands-Schüler-BAföG ins Ausland. Diese Förderung, die nicht zurückgezahlt werden muss, ist essentiell, um Jugendliche, deren Eltern sich ein Auslandsjahr nicht leisten können, einen Schüleraustausch zu ermöglichen. Leider sind per Gesetz Schüler*innen, die kein Gymnasium besuchen und keine akademische Laufbahn anstreben von der Förderung ausgeschlossen.

Der AJA hat sich mit Forderungen und konkreten Änderungswünschen in den Gesetzgebungsprozess eingebracht. Leider wurde die Chance, hier mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen, nicht aufgenommen.

Konkret haben wir gefordert, auch Schüler*innen von Haupt- und Realschulen die Förderung für einen Schüleraustausch zu ermöglichen auch wenn sie im Anschluss keine weiterführende Schule besuchen. Die Förderung eines Austausches sollte weiterhin für Schüler*innen von Gymnasien auf die letzten vier Jahre der Schullaufbahn ausgeweitet werden. Dadurch ist mehr Flexibilität für ein Auslandsjahr in der Schulzeit möglich.

Jan Schütte, Geschäftsführer des AJA sagt dazu: „Die Regelungen für das Schüler-Auslands-BAföG schließen aktuell diejenigen aus, die besonders stark von einem Schüleraustausch profitieren würden. Wir bedauern zutiefst, dass die Reform nicht genutzt wurde, um diese Bildungsungerechtigkeit abzuschaffen. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass das Auslands-BAföG für alle Jugendliche in Deutschland zugänglich ist, egal welcher Schulform.“