Überparteilicher Appell an das Europäische Parlament: Erasmus+ langfristig stärken

Erasmus+ stand im Mittelpunkt der Informationsreise nach Brüssel im März 2026, die vom AJA und der Initiative Austausch macht Schule organisiert wurde. Derzeit beraten der Europäische Rat, das Europäische Parlament und die Europäische Kommission über die Fortsetzung des Programms, das im Jahr 2027 ausläuft.

Für den internationalen Austausch besitzt Erasmus+ eine besondere Bedeutung, da das Programm nicht nur den Erwerb fachlicher und sprachlicher Kompetenzen unterstützt, sondern auch die Entwicklung interkultureller Kompetenzen fördert sowie zur europäischen Zusammenarbeit, zum gegenseitigen Verständnis und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt über nationale Grenzen hinweg beiträgt.

Die Bedeutung des Förderprogramms zeigt sich auch in den Zahlen: Allein 2025 ermöglichte Erasmus+ mehr als 50.000 Auslandsaufenthalte im Schulbereich sowie knapp 40.000 Mobilitäten in den Bereichen Jugend und Sport. Dazu gehören Schulaustausche, Schülerpraktika und Jugendbegegnungen.

Die Teilnehmenden der Informationsreise (zwölf Landtagsabgeordnete aus acht Bundesländern) waren sich daher einig, dass das Programm fortgeführt und gestärkt werden muss. In einem gemeinsamen Appell fordern sie die Mitglieder des Europäischen Parlaments auf, sich für folgende Punkte einzusetzen:

  • dass das Förderprogramm Erasmus+ fortgeführt und mindestens auf 60 Mrd. Euro aufgestockt wird,
  • dass die Bereiche Schulbildung, berufliche Bildung und Jugend bedarfsgerecht gestärkt werden,
  • dass institutionelle Fördermöglichkeiten für dauerhaft tragfähige Strukturen europäischer Bildungs- und Jugendarbeit geschaffen werden,
  • dass das Mitspracherecht der Mitgliedstaaten bei der Zuteilung und Priorisierung der Mittel erhalten bleibt.

Der Appell wurde inzwischen von 31 Landtagsabgeordneten aus 12 Bundesländern unterzeichnet.

Der vollständige Appell kann unter folgender Adresse eingesehen werden: https://www.austausch-macht-schule.org/erasmus