Netzwerktreffen „Forschung und Praxis im Dialog – Internationale Jugendarbeit“

Welche Rolle kann internationale Jugendarbeit in gesellschaftspolitisch herausfordernden Zeiten spielen? Dieser Frage zog sich wie ein roter Faden durch das Netzwerktreffen von „Forschung und Praxis im Dialog – Internationale Jugendarbeit“, das Anfang Oktober 2026 an der Universität Bielefeld stattfand.

Nach Impulsen von Generation Europe – The Academy zum Projekt Young Voices, JUGEND für Europa zur Umsetzung der European Youth Work Agenda sowie Ulrike Becker zur internationalen Jugendarbeit aus Perspektive kritischer politischer Bildung gaben zwei Vertreter des langfristigen gemeinnützigen Schüleraustausches Einblicke in aktuelle Projekte: Knut Möller vom AJA stellte den Entwurf eines Positionspapiers zur internationalen Bildungsarbeit mit jungen Menschen vor, das von der Arbeitsgruppe „Politische Dimensionen“ erarbeitet wurde. Anschließend präsentierte Matthias Lichan von Experiment e.V. zentrale Erkenntnisse aus der Gastfamilienstudie 2025

In den Workshops vertieften die rund 40 Teilnehmenden weitere Themen wie Mental Health. Mit dabei waren unter anderem Lehramtsstudierende der Universität Bielefeld sowie Veronica Kuls (YFU – Deutsches Youth For Understanding Komitee e.V.) und Jan Schütte vom AJA.

Fazit: Internationale Jugendarbeit schafft in gesellschaftspolitisch krisenhaften Zeiten Räume für Begegnung, demokratische Teilhabe und interkulturelles Lernen. Dafür braucht sie aber gute Bedingungen – von politischer Anerkennung über ausreichende Förderung bis zu gut zugänglichen Informationen.