7. Schule Global-Regionaltreffen in Hamburg
Wie motiviere ich Menschen, gewohnte Strukturen aufzubrechen und etwas Neues auszuprobieren? Um Jugendliche für einen Austausch zu begeistern und vor allem, um Eltern als Gastfamilien – etwa bei einem Austausch-Rückbesuch – zu gewinnen, braucht es diese Bereitschaft. Neues erwartet uns dann in Form von überraschenden Momenten und Erlebnissen, die wir uns noch lange merken. Neu, überraschend, merk-würdig – oder kurz: NÜM.
Beim 7. Schule Global-Regionaltreffen in Hamburg kamen elf Lehrkräfte aus sieben Schulen zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie Jugendliche, Eltern und Kolleg*innen für internationale Austauschprojekte motiviert werden können. Sie kennen jetzt die NÜM-Methode – und viele weitere Vorschläge, um Interesse zu wecken.
„Es muss eine Selbstverständlichkeit werden, dass in einem bestimmten Jahrgang die ganze Klasse ins Ausland fährt – dann kommen auch alle mit“, war die übereinstimmende Meinung. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass es von der allgemeinen Interessensbekundung an einem Austauschprojekt zur tatsächlichen, verbindlichen Anmeldung oft ein weiter Weg ist.
Anhand der Fragen „Was gelingt uns gut?“, „Was fordert uns heraus?“ und „Was können wir zukünftig (noch) tun?“ wurden unterschiedliche Perspektiven zusammengetragen und Tipps ausgetauscht. Eine Gastgeberkultur an der eigenen Schule zu etablieren, stellte sich als besonders große Herausforderung heraus – dabei ist diese Erfahrung oftmals nicht nur ein Gewinn für die Familie selbst, sondern für die gesamte Schulgemeinschaft. Überzeugen können vor allem Familien, die diese Erfahrung schon gemacht haben und etwa bei Informationsveranstaltungen oder beim Tag der offenen Tür an Schulen von eigenen Erlebnissen berichten.
Motiviert und mit neuen Ideen im Gepäck ging es anschließend in verkleinerter Runde zum Abendessen, um das gegenseitige Kennenlernen im regionalen Netzwerk von Schule Global weiter zu vertiefen. Ein großer Dank gilt den Coaches Anna Kauert (YFU), Irene Kern (YFU) und Mareike Melcher (InterCultur), die das Treffen gemeinsam geplant hatten, und der Heinrich-Herz-Schule für die Gastfreundschaft.
