Schule:Global-Netzwerktreffen

Gedacht, gelacht, gelernt! Netzwerktreffen von Schule:Global mit Fokus „Interkulturelle Situationen gestalten“

Zum gemeinsamen Austausch kamen am 25. und 26. September 2025 rund 40 Lehrkräfte und 4 Coaches von Schule:Global in Frankfurt/Main zusammen. Fokusthema des bundesweiten Netzwerktreffens war „Interkulturelle Situationen gestalten – austauschen, handeln, inspirieren“.

In unserer von gesellschaftlichen Spannungen geprägten Zeit sollte das Treffen dazu ermutigen, herausfordernde interkulturelle Situationen im Schulalltag und bei internationalen Austauschprojekten konstruktiv und gewinnbringend zu gestalten und einen handlungssicheren Umgang mit Interkulturalität fördern. Die Schule:Global-Coaches Marieke Boin Soares (PI), Annina Duchardt (YFU), Anna Kauert (YFU) und Meike Zepp (Experiment) führten die Fortbildung durch.

Nach einem kurzen Input zum Thema „Rolle und Haltung“ konnten die Teilnehmenden einen von drei Workshops wählen und sich zu den Themen Konfliktmoderation, Mehrsprachigkeit oder Resilienz und Stressmanagement im (Schul-)Alltag weiterbilden. Mit großer Offenheit und gegenseitigem Vertrauen tauschten sie sich über schwierige Situationen aus, lernten neue Methoden kennen oder vertieften ihr Wissen.

Einen – freiwilligen – sportlichen Start in den nächsten Tag gab es mit Ramona Walz von der Gesamtschule Schwingbach, die Yoga mit interkulturellem Lernen verband. Drei Schulen hatten Praxis-Beispiele mitgebracht und bereicherten das Treffen um anschauliche und gut umsetzbare Ideen: Kirstin Lakeberg von der Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn zeigte eine interkulturelle Foto-Rallye, eine Übung zu Stereotypen und ein von den Jugendlichen selbst gestaltetes „Scrapbook“. Laila Halim von der Gesamtschule Kelsterbach stellte das Projekt „Kulturpause“ vor, mit dem Jugendliche unterschiedliche Länder und Kulturen erlebbar machen. Abschließend berichteten Sarah Scholte und Kirsten Okun vom Gymnasium Hochrad aus Hamburg von ihrer Weltweit-AG, die mit kreativen Aktionen unterschiedliche Feiertage wie Thanksgiving, Ramadan und Midsommar an die Schule bringt.

Auch für Fallbeispiele und intensive kollegiale Beratung war wieder Zeit – und auch die gemeinsamen Pausen wurden für rege Gespräche, Rückfragen und zahlreiche Tipps genutzt. „Die Ideen & Impulse durch die Vorträge und den Austausch kann man super mitnehmen und angepasst umsetzen – sehr hilfreich“, fasste eine Teilnehmerin ihre Eindrücke zusammen. Der Wunsch nach regelmäßigen Treffen, mehr Miteinander und noch stärkerem Austausch zeigt, dass Schule:Global weiterwachsen sollte.

Trotz der oftmals herausfordernden Gesprächsthemen gab es auch viel zu Lachen – denn Humor ist unverzichtbar, um kleine Missverständnisse aufzufangen, und um trotz vieler gleichzeitiger „Baustellen“ im Schulalltag positiv zu bleiben.

Ein großes Dankeschön gilt allen Lehrkräften, die sich mit unermüdlichem Engagement, extra Zeit und viel Energie für ihre Herzensthemen einsetzen und so gemeinsam mit „ihren“ Jugendlichen bereichernde interkulturelle Situationen gestalten!