Forschungsprojekt zum Interkulturellen Lernen im Hosting

AJA - Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen - Qualität im SchüleraustauschDie Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis ist dem AJA besonders wichtig. Durch wissenschaftlich fundierte Untersuchungen lassen sich die im internationalen Austausch erworbenen Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen der Jugendlichen erklären und in Zusammenhang setzen. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich in die Praxis umsetzten. Dadurch wird die Arbeit der Mitgliedsorganisationen des AJA qualitativ hochwertig. In Kooperation mit der Juniorprofessur für Interkulturelles Training, finanziert über den Forscher-Praktiker-Dialog (aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, BMFSFJ), führt der AJA eine Studie zum Interkulturellen Lernen im Hosting durch.

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Die Studie geht der Frage nach, welche Lerneffekte und Entwicklungsdynamiken innerhalb einer Gastfamilie stattfinden, die an einem Schüleraustauschprogramm teilnehmen und einen ausländischen Jugendlichen für ein ganzes Jahr bei sich zu Hause aufnehmen. Ferner sind Fragen interessant wie etwa nach der Motivation einer Familie, einen ausländischen Gastschüler aufzunehmen. Da die beteiligten AJA-Mitglieder ungefähr 80% der Gastfamilien in Deutschland in ihren Schüleraustauschprogrammen haben, lassen sich sehr fundierte und wissenschaftlich genaue Ergebnisse erwarten.

Ziel des Forschungsprojekts

Es geht in erster Linie darum, wissenschaftlich fundiert zu untersuchen, welche Lern- und Entwicklungswirkungen auf Gastfamilien im Zusammenhang mit interkulturellem Lernen Einfluss nehmen. Das Herzstück des Schüleraustausches sind die Gastfamilien, die sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern Gastschülerinnen und Gastschüler für einen langen Zeitraum in ihr Haus und damit in ihr Leben lassen. Die Gastfamilien sind ehrenamtliche Gastgeber und durch die Aufnahme einer Gastschülerin oder eines Gastschülers lassen sie sich darauf ein, ein internationales Netzwerk für das ganze Leben zu schließen.

AP-YFU-Flensburg-China-Gastfamilie_webDieses internationale Netzwerk und die damit verbundenen interkulturellen Erfahrungen spielen in der heutigen globalisierten Welt eine zunehmende Rolle, auch für ein offenes und freundliches Deutschland. In erste Linie besteht der Gedanke, dass man nur interkulturelle Kompetenzen erlernt, wenn man für eine längere Zeit im Ausland gelebt hat. Aber durch die Aufnahme eines Gastschülers entsteht auch eine internationale Dynamik, die nicht nur den Einzelnen betrifft, sondern die sich auf die gesamte Familie und das familiäre Umfeld ausweitet.

Diese Entwicklungsdynamik gilt es zu untersuchen, um schließlich viele Familien in Deutschland auf die Bedeutung aufmerksam zu machen, was es heißt eine Gastfamilie zu sein und als Gastgeber einem ausländischen Jugendlichen Weltoffenheit zu zeigen und somit den Horizont der eigenen Familie zu öffnen – ein Leben lang.

Die Studie wurde im Dezember 2014 abgeschlossen. Lesen Sie hier mehr zu den AJA Ergebnisse Interkulturelles Lernen Gastfamilien_AustauschForum_2015-01-08 (PDF-File). Bei Fragen oder Interesse zu diesem Forschungsprojekt wenden Sie sich gern direkt an den AJA per Email: info@aja-org.de