Internationaler Jugendaustausch als Teil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

3. Parlamentarischer Grillabend "Die Entwicklung des internationalen Jugendaustauschs" des AJA - Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen mit einem Grußwort der Bundesministerin Dr. Kristina Schröder, am 26.06.2012, Berlin

Foto: Kai Bienert

Der Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier hat mit seiner Bereitschaft, die AJA-Kampagne „Gastfamilien leben Weltoffenheit“ zu unterstützen bereits ein deutliches Zeichen gesetzt und zeigt: Die gemeinnützig arbeitenden AJA-Mitglieder leisten mit ihren bildungsorientierten Jugendaustauschprogrammen einen wesentlichen Beitrag zur auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Deutschland. Der AJA und seine Mitglieder setzten sich dafür ein, dass der internationale Jugendaustausch und der längerfristige Schüleraustausch im speziellen eine Förderung durch die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik erfährt.

Lesen Sie hier mehr zu unserer Kampagne und über den Bundesaußenminister und seine Würdigung für das Engagement von Gastfamilien.

 

Der AJA als Experte im Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAls Experte nimmt der AJA an Fachgesprächen zum internationalen Jugendaustausch im Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik  teil. Dabei sind für den AJA drei Kernelemente besonders wichtig: Die Visum- und Einreisebedingungen für ausländische Gastschülerinnen und Gastschüler, die an Langzeitprogrammen der AJA-Mitglieder teilnehmen; die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Gastfamilien sowie eine regionale Erweiterung der Austauschprogramme.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

AJA Statement Bundestagsantrag (03/2017)

Bundestagsantrag „Internationalen Jugend- und Schüleraustausch als Fundament in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik verankern“ (Drucksache 18/5215)

AJA-Statement zu Problemen im internationalen Jugendaustausch (PDF)(05/2012)

AJA-Stellungnahme zur Großen Anfrage der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zu “Austauschprogrammen und Partnerschaften mit den neuen EU-Mitgliedstaaten” (02/2005)

Auswärtiges Amt würdigt Gastfamilien

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer und der Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA) empfingen am 27. Mai 2015 rund 150 Gastfamilien sowie im interkulturellen Austausch tätige Ehrenamtliche aus Berlin und ganz Deutschland im Auswärtige Amt, um ihren Beitrag zur Willkommenskultur in Deutschland zu würdigen und ihr Engagement stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Beim Empfang im Lichthof des Auswärtigen Amtes hatten die Gäste Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und den Abend mit interessanten und anregenden Gesprächen ausklingen zu lassen.

Jugendaustausch fördert interkulturelle Dialoge und Netzwerke

Verständnis und Verständigung basieren auf Gegenseitigkeit: Ein Austauschjahr in Deutschland ermöglicht ausländischen Jugendlichen, sich mit Deutschland, seiner Kultur und seinen Bewohnern direkt auseinander zu setzen. Der Jugendaustausch hat eine nachhaltige Wirkung für die Sprache und die Kultur Deutschlands und eine positive Wirkung auf die Entwicklung stabiler und nachhaltiger persönlicher Beziehungen zu den Partnerländern. Dieser Austausch fördert zunehmend den gegenseitigen Respekt vor der Kultur des Anderen. Durch die im Austausch gewonnenen Erfahrungen werden die Jugendlichen nach ihrer Rückkehr in die eigene Gesellschaft zu Botschaftern Deutschlands.Rotary Youth Exchange
Durch die Austauschprogramme der AJA-Mitglieder entstehen interkulturelle Dialoge über Grenzen hinweg, Toleranz und Demokratieverständnis in einer globalisierten Welt werden gefördert.
Diese Auswirkungen haben eine nachhaltige Wirkung auf den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu den Kernzielen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik der Bundesrepublik Deutschland.

Regionale Ausweitung der Austauschprogramme

Ein Schwerpunkt der langfristigen Schüleraustauschprogramme ist die transatlantische Beziehung, der Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika (lesen Sie mehr zum Parlamentarischen Patenschafts-Programm, PPP). Aber historische, politische und wirtschaftliche Umbrüche haben zu einer Verschiebung von Internationalen Beziehungen geführt. Dieser Entwicklung wird im Langzeitschüleraustausch der AJA-Mitglieder Rechnung getragen: Langfristige Austauschprogramme verbessern die kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Ländern und unterstützen die gesellschaftliche Öffnung nachhaltig. Für den AJA und seine Mitglieder ist eine regionale Erweiterung der Austauschprogramme ein erklärtes Ziel. In unmittelbarer Folge der politischen Veränderungen nach 1989 haben die AJA-Mitglieder bereits ab Beginn der 1990er Jahre Austauschprogramme mit Staaten initiiert, die seit 1. Mai 2004 zur Europäischen Union gehören. Aber auch mit Ländern Südosteuropas, des lateinamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Kontinents sowie mit der islamischen Welt werden Austauschprogramme realisiert, die auf Gegenseitigkeit beruhen. Ermöglicht wird diese regionale Ausweitung der Programme durch gezielte finanzielle Mitteleinsetzung der AJA-Mitglieder.