Gereizt davon, Neues zu entdecken und viele Erfahrungen und Erinnerungen zu sammeln, habe ich mich schließlich bei Experiment e.V. beworben. Die Versuchung, ein ganzes Jahr in einem anderen Land zu leben, in Kontakt mit den dort lebenden Menschen zu treten und damit selbst ein Teil dieses Landes zu werden, war einfach zu groß. Außerdem konnten mir alle Schüler, die eine gewisse Zeit im Ausland verbracht haben, schildern, wie toll ihre Zeit im Gastland war und wie sehr sie ihr Leben bereichert hat.

Spanier werden in meinen Schulbüchern oft als leidenschaftliche Flamenco-Tänzer dargestellt, die im sonnigen Spanien Siesta halten und Tortillas essen. Natürlich sind diese Vorurteile nicht auf die gesamte Bevölkerung zutreffend und ich hoffe, ich werde viel Spaß haben, das selbst zu überprüfen. In Erfahrungsberichten wird vor allem die Offenheit und Gastfreundlichkeit der Spanier bewundert, sodass sich einzuleben keine zu große Herausforderung sein sollte. Auch die Möglichkeit, meine Spanischkenntnisse zu verbessern ist ein großer Vorteil, der jedoch hinter kulturellem Austausch nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Am meisten freue ich mich darauf, Spanien, die Spanier und die spanische Lebensweise kennenzulernen. Ich bin mir sicher, dass sich ungewohnte Situationen meistern lassen und mein Horizont sich erweitern wird. Freundschaften schließen, die spanische Schule besuchen und anfangen in Spanisch zu träumen. Alle diese Gründe sorgen heute schon, drei Monate vor der eigentlichen Abreise, dafür, dass ich grinsend an meinem Schreibtisch sitze. An dieser Stelle kann ich mich einfach nur noch einmal beim AJA-Dachverband und Experiment e.V. für diese unfassbare Möglichkeit und ihre Unterstützung bedanken.