Gemeinnütziger Schüleraustausch mit sehr gut bewertet

Wissenschaftliche Studie belegt: Gemeinnütziger Schüleraustausch qualitativ besserDer AJA rät allen Eltern und Jugendlichen, sich genau über die jeweilige Austauschorganisation zu informieren, um einen erfolgreichen und nachhaltigen Austausch zu gewährleisten. Denn eine wissenschaftliche Studie belegt nun, dass die Unterschiede zwischen kommerziellen Unternehmen, die Schüleraustauschprogramme anbieten und gemeinnützigen Austauschorganisationen des AJA, die bildungsorientierte Programme durchführen, vor allem in der Ausgestaltung z.B. bei Vorbereitung, Betreuung und bei der Nachbereitung der Programme liegen.

Schüleraustausch – Austauschprogramme und ihre Qualität hängen von der Ausgestaltung der Programme ab –

Der Geograf Dr. Michael Weichbrodt untersuchte in einer wissenschaftlichen Studie (Befragung von 2.971 Jugendlichen, die an einem Austauschprogramm teilgenommen haben) die Qualität der Vorbereitung, die Qualität der Betreuung und die Qualität der Nachbereitung eines Austauschprogrammes und kam dabei zu folgenden Ergebnissen: Die gemeinnützigen Austauschorganisationen des AJA schnitten in der Umfrage bei der Bewertung nach Qualität der Vorbereitung, der Betreuung und der Qualität der Nachbereitung um ein vielfaches besser ab, als die kommerziellen Unternehmen.
Die Qualität der Vorbereitung wurde von 73% der Teilnehmer an Austauschprogrammen des AJA mit sehr gut bewertet. Lediglich 26% der Teilnehmer an einem kommerziellen Programm bewerteten die Vorbereitung mit sehr gut. Die Betreuung wurde bei 59% der Teilnehmer an einem gemeinnützigen Programm des AJA mit sehr gut bewertet, während der Wert nur bei 40% bei kommerziellen Unternehmen lag. Ein extremer Unterschied in der Qualität der Austauschprogramme zwischen kommerziellen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen wurde schließlich in der Bewertung der Nachbereitung deutlich: 79% bewerteten die Nachbereitung durch die gemeinnützigen Organisationen des AJA als sehr gut. Demgegenüber bewerteten lediglich 22% der Teilnehmer an kommerziellen Programmen die Nachbereitung als sehr gut. Außerdem sagten 20% der Teilnehmer aus, gar keine Nachbereitung gehabt zu haben.

Was bedeutet das aber nun für Eltern und Jugendliche, die einen Schüleraustausch planen?

Der AJA empfiehlt, genau zu schauen, wie die jeweiligen Schüleraustauschprogramme ausgestaltet sind: Gibt es eine umfassende Vorbereitung auf den Aufenthalt? Wie ist die Vorbereitung organisiert? Ist es lediglich ein Vortragsseminar oder werden ehemalige Schülerinnen und Schüler mit eingebunden und werden moderne Ansätze wie peer-to-peer-learning eingesetzt? Wie findet die Nachbereitung statt? All dies sind Aspekte, die notwendig sind, um einen Schüleraustausch durchzuführen, der für die Jugendlichen zum Erfolg wird.

Nachzulesen sind die Ergebnisse in seinem wissenschaftlichen Artikel „Einjährige Schüleraustauschprogramme in Deutschland – gesellschaftliche Bedeutung, historische Entwicklung und Struktur der Anbieterorganisationen.“ Erschienen in: Gerhards, Jürgen, Hans, Silke Und Calrson, Sören (Hg.) (2014): Globalisierung, Bildung und grenzüberschreitende Mobilität. Wiesbaden, Springer VS. ISBN: 978-3-658-02438-3

 

 

Share this Post: Facebook Twitter Pinterest Google Plus StumbleUpon Reddit RSS Email