Mehr G9 – bildungspolitische Entscheidung ist ein positives Zeichen für den Schüleraustausch

Als zu Beginn der 2000er Jahre die Entscheidung fest stand, dass die Schulzeit um ein Jahr verkürzt und damit auf 12 Jahre reduziert würde (wie in ostdeutschen Bundesländern), konnte keiner ahnen, dass nach kaum einmal 15 Jahren die Entscheidungsträger in den einzelnen Bundesländern, wenn nicht gleich G8 abzuschaffen, vor allem aber die Möglichkeit anbieten zwischen G8 und G9 zu wählen.AJA Anerkennung Ausldandsschuljahr Schulzeitverkuerzung
Im Laufe des Jahres 2014 stehen in verschiedenen Bundesländern Volksentscheide darüber an, ob wieder ausschließlich G9 an den Schulen angeboten wird. In anderen Bundesländern gibt man den Schulen gleich die Wahlmöglichkeit zurück. Vor allem Umfragen unter Eltern und Lehrkräften haben gezeigt, dass G8 vor allem Stress bei den Schülerinnen und Schülern und innerhalb der Schulen verursacht hat. Der Gedanke, immer schneller mit der Schulausbildung fertig zu werden, um schneller für die Ausbildung, das Studium und schließlich für den Arbeitsmarkt bereit zu sein, hat sich als falsch erwiesen.

Für den Schüleraustausch ist diese bildungspolitische Entscheidung ein positives Zeichen. Sie muss als Signal für die Schülerinnen und Schüler verstanden werden, sich mehr Zeit für die Schulausbildung zu lassen. Dazu gehört auch, über den Tellerrand hinaus zu schauen und sich interkulturell weiterzuentwickeln.

Lesen Sie hier mehr zur Einführung von G8 und den Anerkennungsrichtlinien der Bundesländer.

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